
Über das Hardangervidda Plateau
Hardangervidda, Norwegen
10–16 Januar, 2027
7 Tage
8 Gäste + 2 Guides
Erfahrung mit mehrtägigen Skitouren erforderlich
18+ Jahre
25.500 SEK
Verbessere deine Fähigkeiten für Winterexpedition
Du hast bereits eine mehrtägige Skitour gemacht und fühlst dich bereit für die nächste Stufe? Unser Level 2 bedeutet fünf Tage Wintercamping in unbekanntem Gelände. Natürlich recherchiert, aber unbekannt. Für unsere Guides genauso neu wie für dich.
Wir machen nur eine Tour davon pro Jahr - und jedes Mal an einem neuen Ort. Eine echte Expedition, in jeder Hinsicht!
Nicht mehr nur dabei sein
Das ist der nächste Schritt auf dem Weg zu selbstständigen Expeditionen im Schnee! Wir gehen hinaus in echte Wildnis – keine Wege, keine Hütten, überhaupt nichts Menschengemachtes. Du bist an der Planung beteiligt, lernst, dich in völlig unbekanntem Gelände zu orientieren und unterwegs Entscheidungen zu treffen. Du und dein Zeltpartner seid ein Team innerhalb des Teams. Jedes Zweierteam bekommt die Chance, die Expedition einen Tag lang zu „führen“ – natürlich mit hilfreichen Tipps von unseren Guides.
2027: Über das Hardangervidda Plateau
Diesmal geht es ins Herz Norwegens – hinaus in die Weite von Hardangervidda. Es wird oft als eine Miniaturausgabe der Antarktis beschrieben und ist das größte Hochplateau Nordeuropas. Genau hier trainierten Entdecker wie Amundsen und Shackleton für ihre Expeditionen weiter in den Süden. Sobald man aus dem Zug steigt, versteht man, warum. Die Landschaft öffnet sich unmittelbar zu einem weiten, sanft gewellten Gelände, geformt von Wind und Winter. In den ersten Tagen bleibt die Gletscherkuppe des Hardangerjøkulen am Horizont stets sichtbar, bevor sie allmählich hinter uns verschwindet, während wir immer weiter hinaus auf das Plateau ziehen.
Auf den Spuren von Entdeckern. Vergiss das. Wir gehen unsere eigenen Wege.
Die erste und die letzte Nacht verbringen wir in unserer Hütte in Haugastøl, direkt am Rande des Hochplateaus. Von dort aus bringt uns eine kurze Zugfahrt hinauf nach Finse – eine abgelegene Bergstation, die nicht mit dem Auto erreichbar ist. Wir starten hoch oben auf dem Plateau und machen uns abseits befestigter Wege auf, um unsere eigene Route durch das Gelände zu finden. Über fünf Tage arbeiten wir uns allmählich zurück in Richtung Haugastøl und folgen dabei einem natürlichen, sanften Gefälle durch die Landschaft.
Der Himmel war noch nie so weit. Der Schnee ist Fluch und Segen zugleich.
Der Januar auf dem Plateau ist wild und stimmungsvoll. Die Sonne steht tief und wirft lange Schatten, während das blaue Dämmerlicht bis weit in den Tag hineinreicht. Es gibt Tage, die ruhig und klar sind, aber wir werden auch auf Wind und Schnee treffen. Sich auf alles einzustellen, was kommt, ist Teil des Erlebnisses – die Bedingungen lesen, den Kurs anpassen und mit der Landschaft arbeiten, statt gegen sie. Die täglichen Etappen halten wir bewusst moderat, damit wir an guten Tagen etwas weiter kommen oder die Route bei Wetterumschwüngen verkürzen können. Wir schlagen unser Lager im offenen Gelände auf, meist mit einem ungestörten Rundumblick. Da es nachts bei zunehmendem Mond besonders dunkel ist, erwartet uns bei klarem Wetter ein unendlicher Sternenhimmel.
Vorauszahlung: 1 000 SEK zum Zeitpunkt der Buchung
Eine Winterexpedition ins Unbekannte
Bei dieser Tour geht es darum, echte Entdecker zu sein und gleichzeitig die Fähigkeiten zu erlernen, sich sicher in unwegsamem Wintergelände zu bewegen. Wir bauen die Lerninhalte so auf, dass du das nötige Wissen und Selbstvertrauen gewinnst, um dich schließlich auch ohne Guide eigenständig auf den Weg zu machen.

5 Tage Skitour und wintercampen
Unterkunft für die erste und letzte Nacht in einer Hütte in der Nähe
Lerne von unterhaltsamen und erfahrenen Guides
qualitativ hochwertige Ausrüstung
Frühstück, Mittagessen, Snacks und Abendessen
Daten
10-16 Januar
Transferzeiten
Abholung: 16:15 am Bahnhof Haugastøl
Rückfahrt: 10:45 am Bahnhof Geilo
Direktzug von Oslo nach Haugastøl oder Geilo mit der wunderschöne Bergenbahn, ca. 4 Stunden.
Voraussetzungen
Altersgrenze, 18 Jahre
Winterabenteuer in Nord Dalarna oder andere mehrtägige Skitouren.
Wenn du dir unsicher bist, ob du genug Erfahrung hast, schick uns gerne eine Mail.
Zahlung
1.000 SEK Anzahlung pro Person zum Zeitpunkt der Buchung, der Restbetrag ist 6 Wochen vor deiner Abreise fällig.
Stornierung
Volle Rückerstattung bis 6 Wochen vor deiner Abreise. 50% Rückerstattung bis 3 Wochen vor Reiseantritt. Keine Rückerstattung weniger als 3 Wochen vor der Tour.
Unterkunft
Geteilte Doppelzimmer in der Hütte
Geteilte Hilleberg Keron 3 GT Zelte während der Expedition
Unverträglichkeiten
Lass es und einfach rechtzeitig wissen, wenn du irgendwelche Lebensmittel nicht verträgst und wir werden das klären.
Nützliche Links
Die erste und die letzte Nacht verbringen wir in unserer Hütte in Haugastøl – und dazwischen wartet eine herrliche fünftägige Wintercamping-Expedition!
Dies wird kein klassischer Reiseverlauf mit einem festen Programm für jeden Tag. Wir haben viele Möglichkeiten und halten die Planung bewusst offen, während wir das Plateau überqueren.
Schneeverhältnisse, Wind und Sicht bestimmen, wie wir den jeweiligen Tag planen. An manchen Tagen kommen wir weiter voran, an anderen schlagen wir früher unser Lager auf und nehmen uns etwas mehr Zeit, einen geschützten Platz einzurichten. Wir folgen keiner festgelegten Route, sondern lediglich einer groben Richtung und passen unseren Weg unterwegs immer wieder an. Generell versuchen wir, tiefen Schnee zu vermeiden und festere Abschnitte zu finden, auf denen das Skifahren leichter ist.
Normalerweise legen wir etwa sechs bis acht Kilometer pro Tag zurück. Über die fünf Tage kommen wir so auf insgesamt rund dreißig Kilometer. Bei guten Bedingungen, stabilem Wetter und schnellem Schnee können es auch mehr werden – bis zu etwa vierzig Kilometer.
Das Gelände selbst ist sanft und fällt im Laufe der Tage allmählich ab. Wir starten hoch oben bei Finse und arbeiten uns langsam zurück in Richtung Haugastøl. Steil wird es nie, aber mit der Zeit macht sich der Höhenunterschied bemerkbar – und die Pulks beginnen ein wenig leichter zu laufen.
Manchmal führt unsere Route über zugefrorene Seen. Ist die Oberfläche fest, erwarten uns glatte, offene Abschnitte, auf denen das Skifahren beinahe mühelos wirkt. An anderen Tagen sorgen Wind und Schneeverwehungen für unregelmäßigeres Gelände, durch das wir uns vorsichtiger unseren Weg suchen.
In den ersten Tagen begleitet uns der Hardangerjøkulen. Eine breite Gletscherkuppe, die sich über das Plateau erhebt – je nach Licht manchmal gestochen scharf, manchmal fast mit dem Himmel verschmelzend. Je weiter wir hinausziehen, desto mehr verschwindet sie langsam hinter uns.
Der Wind prägt einen großen Teil der Landschaft, durch die wir uns bewegen. An manchen Stellen formt er niedrige Rücken und Wellen im Schnee, und die Oberfläche kann sich innerhalb kürzester Zeit verändern: in einem Moment hart und schnell, im nächsten weicher und unebener.
Irgendwann während der Tour lassen wir die Pulks für ein paar Stunden zurück und steigen auf höher gelegenes Gelände in der Nähe. Von oben wird die gewaltige Dimension des Plateaus deutlicher – oder vielleicht sogar noch abstrakter. Einfach Weite in alle Richtungen, ohne erkennbare Grenzen. Eine Gelegenheit, die Landschaft aus einer anderen Perspektive zu erleben, bevor wir wieder zum Camp hinunterfahren und unsere Reise fortsetzen.
Auf dieser Tour nehmen wir keine gemeinsame Jurte mit. Die Abende verbringt ihr normalerweise mit eurem Zeltpartner. Wenn wir aber früh genug ankommen und das Wetter ruhig ist, machen wir etwas, das wir besonders mögen: Wir graben Tisch und Sitzplätze in den Schnee und setzen uns draußen zusammen. Kochen, essen und reden – und um uns herum nichts als offene Weite.
Manche Tage fühlen sich länger an, andere kürzer, selbst wenn die zurückgelegte Strecke ähnlich ist. Bedingungen, Licht und Energie spielen dabei alle eine Rolle. Entscheidungen treffen wir unterwegs gemeinsam, und so entwickelt sich auch unsere Route im Laufe der Woche ganz natürlich.



Die Vorplanung für diese Tour übernehmen wir (bei Level 3 bist du dann auch schon in dieser Phase mit dabei). Dazu gehören das Studieren der Karten, Steigungen und Höhenunterschiede, das Ausarbeiten einer möglichen Route und die Einschätzung potenzieller Risiken.
Vor der Tour treffen wir uns mit allen Teilnehmern zu einem gemeinsamen Video-Call. Wir gehen den Plan zusammen durch und lernen uns schon ein wenig kennen, bevor es losgeht.
Während der Expedition teilen wir uns in Zweierteams auf. Du und dein Zeltpartner wärmt eure eigenen Mahlzeiten auf und schmelzt euren eigenen Schnee für Wasser – aber es geht um weit mehr als nur die praktischen Aufgaben. Du lernst, dich durch völlig unbekanntes Gelände zu bewegen, unterwegs Entscheidungen zu treffen und selbstständig den richtigen Weg zu finden.
Jedes Zweierteam übernimmt für einen Tag die Führung der Gruppe – natürlich mit unserer Unterstützung. Ihr arbeitet mit Karte und Kompass, wählt eine sinnvolle Route durch das Gelände und denkt bereits voraus, wo wir unser nächstes Lager aufschlagen könnten. Ihr berücksichtigt Steigungen und Gefälle, behaltet die Richtung im Blick, achtet darauf, wie es der Gruppe geht, und bezieht die aktuelle Wetterentwicklung in eure Entscheidungen mit ein.






Wir im Winterbusiness sagen gern: „Ein Plan ist nichts, aber Planung ist alles.“ Was bedeutet dieses Paradox eigentlich?
Planung ist enorm wichtig. Aber sobald wir unterwegs sind, müssen wir bereit sein, uns anzupassen und Entscheidungen direkt vor Ort zu treffen. Vieles lernen wir unterwegs – und verschiedene mögliche Szenarien besprechen wir schon im Voraus.
Das Wetter ist natürlich das offensichtlichste Beispiel. Vielleicht schlägt es um und wir kommen nicht so weit wie geplant. Oder wir müssen weiterziehen, um einen ausreichend geschützten Platz fürs Camp zu erreichen, bevor der Wind stärker wird.
Auch die Schneeverhältnisse spielen eine große Rolle. Neuschnee kann uns schnell ausbremsen. Im tiefen Schnee eine Spur zu ziehen ist anstrengend, besonders mit einem Pulk. Dann müssen wir uns vielleicht häufiger abwechseln oder umpacken, um das Vorankommen zu erleichtern.
Und dann ist da natürlich die Gruppe selbst. Das Energieniveau verändert sich im Laufe der Tour. An manchen Tagen fühlen sich alle stark, an anderen weniger. Wir passen den Plan entsprechend an – ändern die Route, machen den Tag kürzer oder verteilen bei Bedarf das Gewicht neu.








Alles was du wissen musst, und noch mehr
Wir haben die wichtigsten Informationen für diese Tour zusammengestellt. Wenn du tiefer eintauchen möchtest, dann gibt es noch mehr zu Entdecken unter Führer & Artikel.
