
Das Erwachen des wilden Zwillings
Femundsmarka, Norwegen
11.-17. Januar
7 Tage
8 Gäste+ 2 Guides
mehrtägige Tourenski Erfahrung benötigt
18+ Jahre
25,500 SEK
Bring deine Winterskills aufs nächste Level
Du hast bereits eine mehrtägige Skitour gemacht und bist bereit für die nächste Stufe? Unser Level 2 bedeutet fünf Tage Winterzelten in unbekanntem Gelände. Natürlich sorgfältig recherchiert – aber trotzdem neu. Für unsere Guides genauso wie für dich. Wir machen diese Tour nur einmal im Jahr – jedes Mal an einem neuen Ort. Eine echte Expedition im wahrsten Sinne des Wortes!
Nicht mehr einfach nur mitlaufen.
Das ist ein Sprungbrett für eigene Expeditionen im Schnee! Wir brechen auf in echte Wildnis – keine Wege, keine Hütten, nichts Menschengemachtes. Du bist aktiv an der Planung beteiligt, lernst, dich in völlig neuem Gelände zu orientieren und die Sicherheit einzuschätzen. Du und dein Zeltbuddy seid ein Team im Team. Jedes Duo bekommt die Chance, an einem Tag die „Leitung“ der Expedition zu übernehmen – natürlich mit hilfreichen Tipps an der Seite.
2026: Das Erwachen des wilden Zwillings
Wir brechen auf in den Femundsmarka-Nationalpark in Norwegen. Otter gleiten durch Stromschnellen und enge Wasserläufe. Eine Sonnenaufgangstour über die Bergkämme des Stor-Svuku auf der Suche nach frischen Vielfraßspuren. Gefrorene Becken und schmale Seenkorridore verweben sich zu einem endlosen Labyrinth. Femundsmarka ist wahrlich raues Land – wilder, tierreicher und arktischer im Charakter als sein schwedischer Zwilling Rogen jenseits der Grenze. Letztes Jahr sind wir durch Rogen gezogen. Dieses Jahr begegnen wir seinem wilden Zwilling!
Vielfraßspuren auf den Bergkämmen.
Das Grenzland zwischen Femundsmarka und Rogen beherbergt eine der dichtesten Vielfraßpopulationen Skandinaviens – und die Bergkämme des Stor-Svuku sind ihr bevorzugtes Revier. Im Morgengrauen lassen wir die Schlitten zurück und steigen auf Skiern Richtung der 1 000 Meter hohen Schulter – zu dieser Stunde sind ihre Spuren am klarsten, bevor verwehender Schnee sie bedeckt. Von dort öffnet sich das Panorama: die gefrorenen Becken des Roasten im Osten, die sich windenden Røa-Seen im Westen und die weiße Kuppel des Sølen im Süden.
Roasten und der Røa-Korridor
Das Seensystem von Roasten ist weitläufig und offen – eine gefrorene Autobahn, auf der wir geradewegs über breite Becken gleiten, das Stor-Svuku-Massiv stets im Blick. Røa ist das Gegenteil: eine schmale Kette von Seen, verbunden durch Stromschnellen – wie ein natürlicher Gang durch sonst undurchdringliches Gelände. Selbst im tiefsten Winter hält die Strömung kleine Wasserflächen offen. Hier fühlen sich die Otter wohl, rutschen bäuchlings die Ufer hinab und tauchen dort, wo das Eis nicht schließt. Auch Rentierherden überqueren diesen Korridor – und mit ihnen kommen die Jäger: Vielfraß, Luchs und darüber kreisende Raben.
Youths: –1,000 SEK
Deposit: 1,000 SEK at the time of booking
* Pay in full before March 31st
** 7 people or more
Vorauszahlung: 1 000 SEK zum Zeitpunkt der Buchung
Abenteuer pur und neue Winterskills
Bei dieser Tour geht es darum, echte Entdecker:innen zu sein – und gleichzeitig die Fähigkeiten zu erlernen, um sich sicher in unbekanntem Wintergelände zu bewegen. Wir bauen eine Lernkurve auf, die dich Schritt für Schritt zu dem Wissen und der Sicherheit führt, eines Tages auch ohne Guides loszuziehen.

5 Tage Tourenski und Wintercamping
Erste und letzte Nacht in einer nahegelegenen Hütte
Lerne von humorvollen und erfahrenen Guides
qualitativ hochwertige Ausrüstung
Frühstück, Mittagessen, Snacks und Abendessen
Rücktransfer Mora
Daten
11.-17. Januar
Transferzeiten
Abholung: 13:40 am Bahnhot Mora
Rücktransfer: 12:00 zum Bahnhof Mora
Voraussetzungen
Altersbegrenzung, 18 Jahre
Winterabenteuer in Nord-Dalarna oder andere mehrtägige Tourenskitrips.
Falls du unsicher bist, ob du genug Erfahrung hast, schreib und eine E-Mail.
Zahlung
1 000 SEK Anzahlung pro Person zum Zeitpunkt der Buchung, der Restbetrag ist 6 Wochen vor deiner Abreise fällig.
Stornierung
Volle Rückerstattung bis 6 Wochen vor deiner Abreise. 50% Rückerstattung bis 3 Wochen vor Reiseantritt. Keine Rückerstattung weniger als 3 Wochen vor der Tour.
Unterkunft
Geteiltes Zweibettzimmer in der Hütte.
Gemeinsame Hilleberg Keron 3 GT Zelte während der Expedition.
Unverträglichkeiten
Lass es uns einfach rechtzeitig wissen und wir werden das klären.
Nützliche Links
Wir verbringen die erste und letzte Nacht in unserer Hütte am See Navar, und dazwischen erwartet uns – eine herrliche fünftägige Winterexpedition im Zelt!
Tag 1: n den Wäldern der Silberkiefern
Wir brechen auf in Elgå, am Ufer des Femunden, während die weiße Kuppel des Sølen in der Ferne schimmert. Der Weg führt stetig bergauf – auf Skiern durch Birkenwald und weiter hinauf in lichte Kiefernwälder.
Die alten Kiefern hier heißen sølvfuruer – Silberkiefern. Knorrig, wettergegerbt, weit voneinander stehend wie uralte Wächter. Elche hinterlassen tiefe Krater im Schnee, und Rentiere ziehen in langen Reihen vorbei. Der Wald ist offen und licht, jedes Geräusch trägt weit. Ein Flügelschlag, ein Knacken im Eis, das Knirschen unserer Skier – alles wirkt verstärkt, als hätte die Stille selbst Ohren.
Elgå (~660 m) → Svukuriset Wald (~750 m)
- Entfernung: 10-12 km
- Höhenunterschied: +90 m
- Leichter Anstieg raus aus den Birken und rein in den Silberkieferwald.
Tag 2 & 3: Svukuriset – Roasten – der Røa Korridor
Roasten und der Røa-Korridor sind das Herz dieser Tour – eine Toteislandschaft aus Becken und Rücken, geformt in der letzten Eiszeit. Im Januar friert alles fest, und die Seen verwandeln sich in natürliche Winterautobahnen.
Wir gleiten hinab ins Roasten-Becken, über weite, gefrorene Seen, während der Stor-Svuku im Westen über uns aufragt. An klaren Tagen fühlt sich das Labyrinth aus Inseln an, als würde man durch ein endloses Rätsel gleiten.
Meist ruht das Eis in tiefer Stille. Doch manchmal, wenn die Kälte anzieht oder nachlässt, verschiebt es sich und grollt mit einem dumpfen, rollenden Laut über das ganze Becken.
Am nächsten Morgen lassen wir unser Lager zurück und ziehen mit leichtem Gepäck in den Røa-Korridor – eine Kette langer Seen, verbunden durch Stromschnellen, ein schmaler Durchgang durch das raue Land.
Das hier ist klassisches Ottergebiet. Sie nutzen Engstellen und Zuflüsse als Spielplätze, rutschen bäuchlings in offene Wasserstellen und hinterlassen glatte Spuren – wie kleine Bobbahnen im Schnee.
Rentiere ziehen gemächlich durch den Korridor, Füchse und Baummarder hinterlassen feine Abdrücke – und mit etwas Glück entdecken wir sogar Luchsspuren.
Am frühen Nachmittag kehren wir zurück, brechen das Lager ab und ziehen weiter Richtung Stor-Svuku, wo wir unsere Zelte im geschützten Wald am Fuß des Massivs aufschlagen.
Svukuriset (~750 m)→ Nedre Roasten (~700 m)
- Entfernung: 12-15 km
- Höhenunterschied: –50 m
- Runter in den Roasten Basin, Ski fahren über gefrorene Seen.
Nedre Roasten (~700 m) → Røa corridor (~720 m), dann campen nähe Stor-Svuku (~800 m)
- Entfernung: 10-12 km
- Höhenunterschied: +100 m (verteilt über den Tag)
- Hauptsächlich flache Seen, aber ein paar leichte Steigungen auf dem Weg zum Fuß von Stor-Svuku.
Tag 4: Auf den Stor-Svuku auf der Suche nach Vielfraßspuren
Stor-Svuku ist mit seinen 1 416 Metern kein schroffer Gipfel, sondern eine gewaltige, runde Kuppel. Seine Kämme sind kahlgeweht und wirken rau, fast arktisch. Dies ist Vielfraßland, und die offenen Hänge des Berges sind ihr bevorzugtes Revier. Sie ziehen nachts umher und legen erstaunliche Strecken zurück; bei Tagesanbruch sind ihre Spuren am frischesten – klar eingedrückt im Schnee, bevor der Wind sie verweht.
Wir stehen noch vor der Dämmerung auf, schnallen Skier und Stirnlampen an und steigen hinauf zur Schulter auf 1 000–1 100 Metern. Wir halten Ausschau nach den typischen Sprungspuren der Vielfraße und scannen die Kämme mit dem Spektiv. Vielleicht, mit etwas Glück, sehen wir sogar einen.
Raben begleiten uns fast ständig. Wir achten darauf, wo sie über Kämmen oder Tälern kreisen – oft ein Zeichen, dass dort etwas vorbeigezogen ist: ein Vielfraß oder Luchs, der Reste hinterlassen hat. Ihr heiseres Krächzen trägt weit – der Soundtrack dieser wilden Grenzregion.
Und die Aussicht!
Roasten liegt offen im Osten, Røa schlängelt sich westwärts, die Rogen-Kämme in Schweden leuchten blass in der Ferne, Sølen erhebt sich im Süden, und an klaren Tagen glitzert Rondane im Westen.
Nach dem Aufstieg gehen wir weiter entlang des Massivs und gleiten schließlich wieder hinab in den Wald – zu unserem letzten Camp.
Morgengrauenwanderung zum Stor-Svuku, anschließend Traverse (2–4 km Aufstieg + 10–12 km Ski)
- Entfernung: 2-4 km Aufstieg, 10-12 km Ski
- Höhenunterschied: +200–300 m, dann wieder runter.
- Nach dem Abstieg: Skitraverse ca. –50 m hinab in den Wald zum letzten Camp.
Tag 5: Zurück nachFemunden
Der Femunden ist ein Meer aus Eis – Norwegens drittgrößter See. Weit, rau und zugleich majestätisch in seiner Offenheit. Bei Sonnenuntergang färbt sich die Oberfläche rosa, und wenn die Luft klar ist, schimmern die fernen Gipfel des Rondane am Horizont.
Die Schlitten gleiten sanft bergab, während wir durch elchgetretene Wälder skifahren. Vielleicht wirbelt ein Moorschneehuhn aus seiner Schneehöhle empor – ein weißer Wirbel im Weiß. Schließlich öffnet sich der Wald, wir treten hinaus auf den See – Elgå, klein und menschlich, am Rand dieser endlosen Wildnis.
Camp im Wald(~750 m) → Elgå (~660 m)
- Entfernung: 10-12 km
- Höhenunterschied: –90 m
- Hauptsächlich bergab durch den Wald zurück nach Femundens Küste.






Die Vorplanung für diese Tour übernehmen wir – bei Level 3 bist du dann auch in dieser Phase mit dabei! Wir studieren Karten, prüfen Steigungen und Höhenmeter, entwerfen eine grobe Route und bewerten mögliche Risiken.
Vor dem Start treffen wir uns online mit allen Teilnehmer:innen, um den Plan und die gemeinsame Tour zu besprechen.
Für diese Tour teilen wir uns in Zeltbuddys auf. Du und dein Buddy kocht eure eigenen Mahlzeiten und schmilzt euer eigenes Schneewasser. Aber wichtiger als diese praktischen Dinge ist, dass ihr lernt, euch in völlig neuem, verschneitem Gelände zu orientieren und Sicherheitsaspekte einzuschätzen.
Jedes Duo übernimmt an einem Tag die Leitung der Expedition (mit hilfreichen Tipps natürlich). Das bedeutet: die Karte im Blick behalten, besonders Steigungen prüfen, um eine gute Route zu finden, einen geeigneten Lagerplatz einschätzen, Kompasspeilungen vornehmen, die Energie der Gruppe beurteilen und das Wetter stets im Auge behalten.






Wir im Wintergeschäft sagen gern: „Ein Plan ist nichts – aber Planung ist alles.“
Was bedeutet dieses Paradox eigentlich? Planung ist entscheidend. Aber sobald wir unterwegs sind, müssen wir bereit sein, den Plan anzupassen und spontan Entscheidungen zu treffen. Wir machen beides, unterwegs dazulernen – und mögliche Szenarien im Voraus besprechen.
Ein naheliegendes Beispiel: das Wetter. Vielleicht schlägt es um, und wir kommen nicht so weit, wie wir geplant haben. Oder wir müssen im Gegenteil weiterziehen, um einen Platz mit genügend Windschutz zum Campen zu erreichen.
Hat’s letzte Nacht ordentlich geschneit? Dann ist Spurarbeit im tiefen Schnee verdammt anstrengend. Mit Schlitten ist das besonders mühsam – da hilft nur umpacken, damit die Person vorne es etwas leichter hat.
Und natürlich: Wie steht’s um die Energie in der Gruppe? Vielleicht müssen wir die Route anpassen oder das Gepäck neu verteilen, um es für alle machbarer zu machen.








Alles was du wissen musst, und noch mehr
Wir haben die wichtigsten Informationen für diese Tour zusammengestellt. Wenn du tiefer eintauchen möchtest, dann gibt es noch mehr zu Entdecken unter Führer & Artikel.
